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Wiederherstellung einer weißen Wanne im Seniorenpark Hofheim

Ganzheitliche Schadenssanierung mit Wand-Sohlenanschluss-Abdichtung, Rissverpressung und technischer Trocknung.

Im Seniorenpark Hofheim drang über Monate hinweg Feuchtigkeit durch eine undichte weiße Wanne ins Gebäude ein. Mehrere Sachverständige hatten den Schaden bereits begutachtet, ein Vorunternehmen hatte Maßnahmen ausgeführt und es lief eine technische Trocknung – doch der Feuchtigkeitseintritt ließ sich nicht stoppen. Corrtec Abdichtungstechnik wurde hinzugezogen, um die Ursache abschließend zu beseitigen und die Abdichtungsebene dauerhaft wiederherzustellen. Diese Fallstudie zeigt, wie wir das Objekt von der erneuten Schadensanalyse bis zur trockenen Übergabe saniert haben.

Projektdaten im Überblick

ObjektPflegeeinrichtung / Seniorenpark
OrtHofheim
SchadensbildUndichte weiße Wanne – Feuchtigkeitseintritt über Wand-Sohlenanschluss und Bodenfugen
MaßnahmenRückbau, Rissverpressung, Wand-Sohlenanschluss-Abdichtung, technische Trocknung, Oberflächenwiederherstellung
BesonderheitVorunternehmen gescheitert · komplette Projektkoordination inkl. Sachverständigen-Abstimmung aus einer Hand

Inhaltsverzeichnis

Die Ausgangslage: Wenn Vormaßnahmen nicht greifen

Als Corrtec beauftragt wurde, war das Objekt bereits ein „bekannter Fall“. Mehrere Sachverständige und Gutachter hatten den Wasserschaden untersucht, ein Vorunternehmen hatte Sanierungsmaßnahmen durchgeführt und parallel lief eine technische Trocknung. Trotzdem drang weiterhin Feuchtigkeit ein.

Genau das ist die Situation, in der wir am häufigsten gerufen werden: Wenn die naheliegenden Maßnahmen ausgeschöpft sind und das Wasser trotzdem nicht aufhört. Der Grund ist fast immer derselbe – es wurde am Symptom gearbeitet, nicht an der Ursache. Eine Trocknung entzieht der Konstruktion Feuchtigkeit, aber sie schließt keine undichte Fuge. Solange die wasserführenden Fehlstellen offen bleiben, läuft die Wanne nach jedem Trocknungserfolg wieder voll.

Wir haben deshalb nicht auf den Vorbefunden aufgesetzt, sondern eine eigene, vollständige Schadensanalyse durchgeführt – mit dem Ziel, jede einzelne Eintrittsstelle zu lokalisieren.

Schadensbild und Ursachenanalyse

Die Untersuchung zeigte ein typisches, aber vielschichtiges Schadensbild einer undichten weißen Wanne:

  • Undichtigkeiten im Wand-Sohlenanschluss
  • Feuchtigkeitseintritt über die Bodenfugen
  • Fehlstellen und Schwachpunkte innerhalb der Abdichtungsebene
  • durchfeuchtete Wandbereiche und beschädigte Putzsysteme
  • erhöhter Salz- und Feuchtigkeitsgehalt im Mauerwerk
  • nicht ausreichend wirksame Vormaßnahmen

Entscheidend war die Erkenntnis, dass der Schaden nicht an einer einzelnen Stelle saß, sondern sich über die Boden-Wand-Anschlüsse und die Bodenfugen verteilte. Eine punktuelle Reparatur konnte hier nicht funktionieren – nötig war die systematische Wiederherstellung der gesamten Abdichtungsebene.

Kurz erklärt: Was ist eine „weiße Wanne“?

Eine weiße Wanne ist eine Konstruktion aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton), die das Gebäude ohne zusätzliche Hautabdichtung gegen drückendes Wasser schützt. Der Beton selbst übernimmt die Abdichtungsfunktion – „weiß“ heißt schlicht: keine schwarze Bitumenabdichtung an der Außenseite.

Das funktioniert zuverlässig, solange zwei Dinge dicht sind: der Beton selbst und die planmäßigen Schwachstellen – also Arbeitsfugen, Dehnfugen und vor allem der Anschluss zwischen Bodenplatte und aufgehender Wand. Versagt einer dieser Bereiche, dringt Wasser unter Druck genau dort ein. Die Sanierung einer weißen Wanne von innen ist deshalb anspruchsvoll: Sie muss dem anstehenden Wasserdruck dauerhaft standhalten und sich nahtlos in die bestehende Konstruktion einfügen.

Das Sanierungskonzept: Alles aus einer Hand

Auf Basis der Analyse haben wir ein ganzheitliches Konzept entwickelt, das alle Gewerke zentral koordiniert und die betroffenen Bereiche vollständig wiederherstellt. Statt einzelner Teilmaßnahmen umfasste das Konzept die gesamte Kette:

  • Rückbau der geschädigten Bauteile und Freilegung der Anschlussbereiche
  • Rissverpressung der Bodenfugen
  • Wiederherstellung des Wand-Sohlenanschlusses
  • technische Trocknung
  • Putz- und Oberflächenwiederherstellung
  • Baustellenkoordination und Bauleitung aus einer Hand

Damit lag die Verantwortung – von der Abdichtung über die Trocknung bis zur fertigen Oberfläche – durchgehend bei einem Ansprechpartner.

Phase 1: Rückbau und Untergrundvorbereitung

Zunächst wurden sämtliche geschädigten und haftungsmindernden Materialien entfernt: Bodenbeläge, Altabdichtungen, Altdämmungen und beschädigte Putzflächen. Erst danach lagen die Wand-Sohlenanschlüsse frei und der tatsächliche Zustand der Konstruktion war sichtbar.

Im Anschluss bereiteten wir die Wand- und Bodenanschlüsse mechanisch vor, um einen tragfähigen, sauberen Untergrund herzustellen. Dieser Schritt entscheidet maßgeblich über den späteren Verbund der Abdichtung – auf einem nicht tragfähigen Untergrund hält keine Abdichtung dauerhaft.

Phase 2: Rissverpressung der Bodenfugen

Die wasserführenden Bodenfugen haben wir im Injektionsverfahren verpresst. Dabei wird über gesetzte Packer ein Injektionsharz unter Druck in die Fuge eingebracht, das die Fehlstelle von innen heraus dauerhaft verschließt.

Über die Rissverpressung ließen sich die wasserführenden Fehlstellen gezielt schließen, das Eindringen von Feuchtigkeit wurde dauerhaft unterbunden und die Funktion der weißen Wanne in diesen Bereichen wiederhergestellt. Verpresst wurden die Bodenfugen sowie die kritischen Anschlussstellen.

→ Mehr zum Verfahren: Rissverpressung / Betonrissinjektion

Wasserschaden, der nicht aufhört – trotz Trocknung?

Wir analysieren die tatsächliche Ursache und setzen die Abdichtung fachgerecht um – inkl. Gewährleistung. Corrtec ist Ihr Fachbetrieb für Abdichtungstechnik im Rhein-Main-Gebiet.

Oder rufen Sie uns an: 06158-188 9060

Phase 3: Wiederherstellung des Wand-Sohlenanschlusses

Der Übergang zwischen Bodenplatte und aufgehender Wand ist die kritischste Stelle jeder weißen Wanne – und war hier eine der Hauptursachen. Diesen Anschluss haben wir vollständig neu aufgebaut:

  • Ausbildung einer Hohlkehle als belastbarer Übergang zwischen Boden und Wand
  • mineralische Egalisierung des Untergrundes
  • mehrlagige Innenabdichtung
  • Schutz- und Sanierputzsysteme
  • Wiederherstellung der Anschlussbereiche

Ziel war die nachhaltige Wiederherstellung einer durchgängigen Abdichtungsebene zwischen Bodenplatte und Wandkonstruktion – also genau dort, wo das Wasser zuvor eingetreten war.

→ Mehr zum Verfahren: Wand-Sohlenanschluss abdichten

Phase 4: Technische Trocknung

Nach Abschluss der Abdichtungsarbeiten folgte die technische Estrich- und Raumtrocknung der betroffenen Bereiche. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst wenn die Konstruktion dicht ist, ergibt eine Trocknung Sinn – sonst trocknet man gegen das nachlaufende Wasser.

Getrocknet wurden unter anderem Flurbereiche, Lager- und Technikräume, Treppenhausbereiche, der Heizungsraum sowie das Bewohnerlager. Zum Einsatz kamen professionelle Kondens- und Estrichtrocknungssysteme, mit denen die Restfeuchtigkeit kontrolliert aus den Bauteilen ausgeleitet wurde.

Phase 5: Wiederherstellung der Oberflächen

Nach erfolgreicher Trocknung wurden alle Flächen technisch und optisch wiederhergestellt: Sanierputzsysteme, diffusionsoffene Beschichtungen, Bodenwiederherstellung, Fliesenmontage sowie die Abschlussarbeiten an Wand- und Bodenflächen.

Die Herausforderung: Sanierung im sensiblen Umfeld

Die Sanierung fand in einer Pflegeeinrichtung statt – einem Umfeld, das hohe Anforderungen an Ablaufplanung, Staub- und Lärmschutz sowie an die Abstimmung mit dem Betreiber stellt.

Hinzu kam die Ausgangslage: ein Objekt, das bereits von mehreren Sachverständigen begutachtet und von einem Vorunternehmen bearbeitet worden war. Corrtec übernahm hier die vollständige Projektkoordination – Abstimmung mit den Sachverständigen, Terminplanung der Gewerke, Koordination der beteiligten Unternehmen, Baustellenmanagement, Überwachung der Sanierungsabläufe und Qualitätssicherung. So ließ sich die gesamte Maßnahme strukturiert und ohne Reibungsverluste umsetzen.

Das Ergebnis

Durch die Kombination aus Rissverpressung, neu aufgebautem Wand-Sohlenanschluss, technischer Trocknung, Sanierputzsystemen und vollständiger Oberflächenwiederherstellung wurde die beschädigte weiße Wanne nachhaltig instandgesetzt und der Wasserschaden vollständig saniert.

Das Objekt wurde anschließend technisch trocken, funktional instandgesetzt und optisch vollständig wiederhergestellt an den Betreiber übergeben – dort, wo zuvor mehrere Versuche gescheitert waren.

Nasse Räume? Feuchte Wände? Unangenehmer Geruch?

Feuchtigkeit, die in Ihre Wohnung eintritt, kann ein echtes Problem darstellen. Neben baulichen Schäden, kann Schimmel entstehen, der eine ernsthafte gesundheitliche Gefahr darstellt. Lassen Sie es soweit nicht kommen und kontaktieren Sie Corrtec.

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