Rissverpressung – Risse in Beton dauerhaft abdichten
Risse in Betonbauteilen sind problematisch. Ab einer Breite von 0,2 Millimetern können sie wasserführend werden – Feuchtigkeit dringt ein, greift die Stahlbewehrung an und gefährdet langfristig die Tragfähigkeit des Bauwerks.
Mit einer fachgerechten Rissverpressung lassen sich diese Schäden dauerhaft beheben: Spezialharz wird unter Hochdruck in den Riss injiziert, füllt ihn vollständig aus und schafft eine wasserundurchlässige Verbindung.
Corrtec setzt die Rissverpressung gezielt als Teil eines ganzheitlichen Abdichtungskonzepts ein – denn dauerhafte Dichtheit entsteht nur, wenn punktuelle und flächige Maßnahmen zusammenwirken.
Wann ist eine Rissverpressung notwendig?
Risse in Betonbauteilen entstehen aus verschiedenen Gründen – und sie sind häufiger, als viele Eigentümer vermuten. Nicht jeder Riss ist sofort ein Alarmsignal, aber jeder wasserführende Riss erfordert eine fachgerechte Sanierung.
Typische Ursachen für Rissbildung
Beton unterliegt physikalischen Kräften, die über die Jahre zu Rissbildung führen können:
- Setzungen im Baugrund: Ungleichmäßiges Absenken des Fundaments erzeugt Spannungen zwischen Bodenplatte und Kellerwänden
- Schwinden des Betons: Beim Aushärten verliert Beton Feuchtigkeit und zieht sich zusammen – ohne ausreichende Bewehrung entstehen Schwindrisse
- Temperaturschwankungen: Zyklische Ausdehnung und Kontraktion führt über Jahre zu Materialermüdung
- Planungs- oder Ausführungsfehler: Unzureichende Bewehrung, fehlerhafte Betonrezepturen oder mangelhaft ausgeführte Arbeitsfugen
Woran erkennen Sie das Problem?
- Sichtbare Risse in Kellerwänden oder an der Bodenplatte
- Feuchte Stellen oder Wasserflecken entlang von Rissen
- Wassereintritte im Bereich des Wand-Sohlen-Anschlusses
- Salzausblühungen entlang von Rissverläufen
- Nasser Estrich oder Feuchtigkeit unter dem Bodenbelag
Besonders kritisch: Undichtigkeiten am Wand-Sohlen-Anschluss bleiben oft lange unentdeckt, weil das Wasser sich zunächst unsichtbar unter dem Estrich ausbreitet. Wenn die Feuchtigkeit sichtbar wird, hat sie oft bereits ideale Bedingungen für Schimmelbildung geschaffen.
Das Verfahren: So funktioniert die Rissverpressung
Bei der Rissverpressung wird flüssiges Kunstharz über Injektionspacker unter Druck in den Riss eingepresst. Das Harz durchdringt dabei den gesamten Rissverlauf – auch feinste Kapillaren ab 0,1 Millimetern – und härtet im Riss aus.
Ablauf Schritt für Schritt
- Rissverlauf dokumentieren: Der Riss wird auf der Bauteiloberfläche markiert und der Verlauf dokumentiert
- Bohrlöcher setzen: Entlang des Risses werden in regelmäßigen Abständen Bohrungen gesetzt
- Injektionspacker montieren: In die Bohrlöcher werden Packer eingesetzt, die als Ventile für die Verpressung dienen
- Harz injizieren: Über eine Spezialpumpe wird das Injektionsharz unter kontrolliertem Druck eingepresst
- Aushärten lassen: Das Harz benötigt eine definierte Reaktionszeit zum Aushärten
- Nachbearbeitung: Packer entfernen, Bohrlöcher verspachteln, Oberfläche schleifen
Materialien: Welches Harz für welchen Zweck?
Die Wahl des Injektionsmaterials richtet sich nach der Art des Risses, der Beanspruchung und dem Sanierungsziel. Corrtec wählt das Material individuell nach den Gegebenheiten vor Ort.
Polyurethanharz (PU-Harz)
PU-Harz ist das Standardmaterial für die Abdichtung wasserführender Risse. Es bleibt nach dem Aushärten elastisch und kann Bauteilbewegungen in begrenztem Umfang aufnehmen. Besonders geeignet für wasserführende Risse in Kellerwänden, Risse mit leichten Bewegungen und die Abdichtung von Arbeitsfugen im Wand-Sohlen-Bereich.
Epoxidharz
Epoxidharz härtet starr aus und stellt eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Rissufern her. Es wird eingesetzt, wenn neben der Abdichtung auch die statische Tragfähigkeit wiederhergestellt werden soll – bei ruhenden Rissen in tragenden Bauteilen.
Acrylatgel
Acrylatgel eignet sich besonders für Injektionen bei starker Durchfeuchtung des Untergrunds. Es kann auch in feuchtem Zustand verarbeitet werden und quillt bei Kontakt mit Wasser leicht auf, was die Dichtwirkung verstärkt.
Rissverpressung ist nie eine Einzelmaßnahme
Eine Rissverpressung allein reicht in den meisten Fällen nicht aus. Sie behebt die Undichtigkeit an einer Stelle, aber das Wasser sucht sich neue Wege – besonders, wenn die Ursache nicht ganzheitlich betrachtet wird. Nachhaltige Abdichtung entsteht durch die Kombination mehrerer Maßnahmen:
Rissverpressung + Wand-Sohlen-Abdichtung
Der häufigste Kombinationsfall: Risse in der Kellerwand werden verpresst, gleichzeitig wird der kritische Übergang zwischen Wand und Bodenplatte abgedichtet. Denn genau hier fehlt bei vielen Bestandsgebäuden ein funktionierendes Fugenband.
Mehr erfahren: Wand-Sohlen-Abdichtung
Rissverpressung + Innenabdichtung
Wenn eine Abdichtung von außen nicht möglich ist, wird die Rissverpressung mit einer flächigen Innenabdichtung kombiniert. Die Verpressung stoppt den punktuellen Wassereintritt, die Negativabdichtung sichert die gesamte Wandfläche.
Rissverpressung + Flexband
Bei Rissen und Fugen, die größeren Bewegungen ausgesetzt sind (z. B. Dehnfugen in Tiefgaragen), reicht die Verpressung allein nicht dauerhaft. Hier wird zusätzlich ein hochelastisches Flexband über den Rissverlauf verklebt, das Dehnungen von mehreren hundert Prozent aufnehmen kann.
Rissverpressung + Außenabdichtung
Ist das Gebäude von außen zugänglich, kann die Rissverpressung mit einer vollflächigen Außenabdichtung kombiniert werden – die technisch optimale Lösung, wenn Erdarbeiten möglich sind.
Wichtig: Rissverpressung ist nur bei Beton möglich
Rissverpressung mit Injektionsharzen ist ein Verfahren ausschließlich für Betonbauteile. Bei Mauerwerk (Ziegel, Naturstein, Kalksandstein) kommen andere Verfahren zum Einsatz.
Warum nicht bei Mauerwerk?
Mauerwerk hat eine grundlegend andere Struktur als Beton. Risse verlaufen hier oft entlang der Mörtelfugen und durch einzelne Steine – eine Injektion mit Kunstharz kann in diesem heterogenen Gefüge keine zuverlässige Abdichtung herstellen.
Was stattdessen?
Für Mauerwerk bietet Corrtec andere bewährte Verfahren:
- Innenabdichtung – Flächige Abdichtung mit mineralischer Dichtschlämme von innen
- Außenabdichtung – Freilegen und Abdichten der Kelleraußenwand
- Horizontalsperre – Gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk
Typische Einsatzbereiche
Die Rissverpressung kommt überall dort zum Einsatz, wo Betonbauteile wasserführende Risse oder undichte Fugen aufweisen:
- Kellerwände aus Beton – Risse durch Setzungen, Schwinden oder Temperaturschwankungen
- Bodenplatten – Risse im Boden, durch die Grundwasser aufsteigt
- Wand-Sohlen-Anschluss – Undichte Arbeitsfuge zwischen Kellerwand und Bodenplatte
- Arbeitsfugen – Übergänge zwischen verschiedenen Betonierabschnitten
- Dehnfugen – In Tiefgaragen und größeren Kelleranlagen
- Rohrdurchführungen – Undichte Stellen an Leitungsdurchführungen
- Tiefgaragen – Risse und Fugen in Wänden, Decken und Böden
Feuchte Kellerwände? Risse im Beton?
Feuchtigkeit im Keller wird mit der Zeit nicht besser – sie wird schlimmer. Jeder wasserführende Riss ist ein aktiver Schadensweg, der die Bausubstanz gefährdet. Wir analysieren die Ursache, bestimmen das richtige Verfahren und setzen die Abdichtung fachgerecht um.
Der Ablauf bei Corrtec
Jede Rissverpressung beginnt mit einer gründlichen Analyse. Denn bevor ein Riss verpresst wird, muss die Ursache der Rissbildung geklärt sein – andernfalls kann sich der Riss erneut öffnen oder das Wasser sucht sich einen anderen Weg.
1.
Schritt 1
Schadensanalyse vor Ort: Begutachtung des Schadens, Messung der Rissbreiten, Prüfung ob die Risse noch aktiv sind
2.
Schritt 2
Ursachenklärung: Warum ist der Riss entstanden? Nur so wird sichergestellt, dass das richtige Verfahren gewählt wird
3.
Schritt 3
Abdichtungskonzept: Individuelles Sanierungskonzept – in der Regel eine Kombination aus Rissverpressung und ergänzenden Maßnahmen
4.
Schritt 4
Ausführung: Fachgerechte Verpressung durch geschulte Techniker mit professioneller Maschinentechnik
5.
Schritt 5
Dokumentation und Übergabe: Dokumentation der durchgeführten Maßnahmen
Ihre Vorteile
- Keine Erdarbeiten erforderlich – Abdichtung von innen möglich
- Schnelle Umsetzung – oft innerhalb eines Tages
- Auch bei aktivem Wassereinbruch einsetzbar
- Dauerhafte, geprüfte Abdichtung
- Elastische oder kraftschlüssige Lösung je nach Anforderung
- Minimaler Eingriff in die Bausubstanz
- Kombination mit weiteren Abdichtungsmaßnahmen für ganzheitlichen Schutz
Häufige Fragen zur Rissverpressung
Corrtec ist spezialisierter Fachbetrieb für Abdichtungstechnik im Rhein-Main-Gebiet. Rissverpressung gehört zu unseren Kernkompetenzen – immer eingebettet in ein ganzheitliches Abdichtungskonzept, das auf die individuellen Gegebenheiten Ihres Gebäudes abgestimmt ist. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen unserer Kunden.
Ja – bei fachgerechter Ausführung mit geeignetem Material ist die Abdichtung dauerhaft. Entscheidend ist die korrekte Ursachenklärung vorab: Ist der Riss ruhend, hält eine Verpressung mit Epoxidharz dauerhaft. Bei Rissen mit Restbewegung wird elastisches PU-Harz eingesetzt, das Verformungen aufnimmt, ohne die Dichtigkeit zu verlieren.
Nein. Die Rissverpressung mit Injektionsharzen ist ausschließlich für Betonbauteile geeignet. Mauerwerk hat eine grundlegend andere Struktur – Risse verlaufen hier entlang der Mörtelfugen und durch einzelne Steine. Für Mauerwerk bietet Corrtec andere bewährte Verfahren wie die flächige Innenabdichtung, Außenabdichtung oder eine Horizontalsperre.
Die Kosten hängen stark ab von:
- Anzahl und Länge der Risse
- Zugänglichkeit der betroffenen Bauteile
- eingesetztem Material (PU-Harz, Epoxidharz, Acrylatgel)
- ob ergänzende Maßnahmen wie eine Wand-Sohlen-Abdichtung notwendig sind
Wir erstellen grundsätzlich ein individuelles Angebot auf Basis eines Vor-Ort-Termins – keine Pauschalpreise ins Blaue.
In den meisten Fällen nicht. Die Rissverpressung behebt die Undichtigkeit an einer konkreten Stelle – aber das Wasser sucht sich neue Wege. Für eine dauerhafte Lösung ist in der Regel eine Kombination mit weiteren Maßnahmen notwendig, etwa einer Wand-Sohlen-Abdichtung oder einer flächigen Innenabdichtung. Genau diese ganzheitliche Herangehensweise unterscheidet Corrtec von vielen anderen Anbietern.
Bei kleineren Maßnahmen mit einzelnen Rissen ist mit einer Dauer von ein bis drei Tagen zu rechnen. Bei umfangreicheren Schäden oder Kombinationen mit Flexband und Wand-Sohlen-Abdichtung können es fünf bis zehn Arbeitstage werden. Corrtec stimmt den Zeitplan vorab transparent mit Ihnen ab.
Betonwände haben eine glatte, gleichmäßige Oberfläche – manchmal mit sichtbaren Schalungsspuren oder kleinen Luftporen. Mauerwerk erkennen Sie an den regelmäßigen Fugen zwischen einzelnen Steinen. Im Zweifelsfall klären wir das bei der kostenlosen Vor-Ort-Analyse. Die Bauweise bestimmt, welches Abdichtungsverfahren zum Einsatz kommt.
Weitere Leistungen im Überblick
Innenabdichtung – Flächige Abdichtung von innen bei Mauerwerk und Beton
Außenabdichtung – Abdichtung der Kelleraußenwand mit Erdarbeiten
Wand-Sohlen-Abdichtung – Abdichtung des kritischen Übergangs Wand/Bodenplatte
Horizontalsperre – Gegen aufsteigende Feuchtigkeit im Mauerwerk
Klimaplatten – Mineralische Innendämmung zur Feuchteregulierung
Kellerabdichtung – Gesamtübersicht aller Kellerabdichtungsverfahren
Rissverpressung im Rhein-Main-Gebiet – wo wir typischerweise arbeiten
Wir sind im gesamten Rhein-Main-Gebiet für Sie verfügbar, u.a. in:
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